Skitour im Sarek Nationalpark

Tag 4 - Durch das Sierggavágge

Heute müssen wir uns zwischen zwei Tälern entscheiden, entweder für den längeren Weg durch das Guohpervágge oder für die kürzere Variante durch das Sierggavágge. Noch am morgen sind wir ganz guter Dinge, die Sonne scheint. Leider zieht schon bald der nächste Schneeschauer heran, die Sicht geht gegen Null. Also doch durch das Sierggavágge. Es ist viel Schnee gefallen, bestimmt annähernd einen halben Meter, die Hänge des Guohpervágge sind steil, das Tal recht schmal. Auch die mögliche Lawinengefahr dort im Sinn, entscheiden wir uns endgültig für den Weg durch das flachere und breitere Sierggavágge.

Wegen des vielen Neuschnees ist der Weg teilweise beschwerlich. Der Wind weht nach wie vor recht stark, trotzdem hat er den Schnee noch nicht richtig verfestigt. Wir könnnen die bereits verfestigten Bereiche erkennen, dort glänzt der Schnee etwas stärker, jedoch lassen sich tiefe Pulverschneebereiche nicht immer vermeiden.

Aber gerade sich den besten und einfachsten Weg durch das Gelände suchen zu müssen, übt auf uns einen besonderen Reiz aus. Die Sonne scheint zuweilen fahl durch die Wolken, am Abend und in der Nacht bietet sich das gleiche Spiel wie am Vortag, jegliche Konturen verschwinden, der Wind frischt abermals auf, es beginnt zu schneien und stürmen …