Skitour von Nikkaluokta nach Abisko

Von Nikkaluokta nach Abisko

Die Fahrt nach Nikkaluokta ist sonnig, am Himmel sind keine Wolken, und es ist knackig kalt. Zur Erinnerung - wir, d. h. Harald und ich, waren bereits eine Woche im Padjelanta- und Sarek- Nationalpark unterwegs ( Reisebericht Sarekskitour ). Von unserem Parkplatz in Ritsem müssen wir 150 Kilometer Richtung Landesinnere fahren, um die längste Sackgasse Schwedens wieder zu verlassen. Auf dem Weg nach Osten werden die Berge flacher, die Bergrücken immer lang gezogener, der Fjällbirkenwald geht in lockeren Fichtenwald über, und die Lanschaft erscheint uns irgendwie unendlich. Über Gällivare fahren wir nach Kiruna, betreten dort einen Supermarkt. Das ist ein Schock, aber wir möchten Kuchen haben, jeder einen möglichst großen für sich allein, und ich muß meine Milchpulvervorräte auffüllen. Schließlich habe ich weitere 8 Tage im Fjäll vor mir und Tee schlürfen ohne Milchpulver ist für mich gerade nicht vorstellbar.

Anschließend fahren wir Richtung Nikkaluokta, der Kuchen war wirklich lecker, nur nach 10 Kilometern leider schon wieder weg – ein kurzes Vergnügen. Auf unserer Fahrt sehen wir etwa 7 Elche, genau weiß ich es schon nicht mehr. Sie halten sich alle ziemlich direkt neben der Straße auf. Moderne Elche mögen es anscheinend bequem, und die Straßen sind immer fein geräumt, da läuft es sich besser als im Tiefschnee. Nach etwa 370 Kilometern erreichen wir Nikkaluokta, wieder in einer Sackgasse in den Bergen gelegen, und einer der kältesten Orte Schwedens.

Verfolgt man wintertags die Extremwerte des schwedischen Wetterdienstes, so stellt man schnell fest, dass dieser Ort oft an der Spitze steht, wenn es um die nächtliche Tiefsttemperatur geht. Von hier aus möchte ich entlang der höchsten Berge Schwedens nach Abisko wandern, ebensfalls ein kleiner Ort, etwa 110 Kilometer Gehstrecke weiter nördlich gelegen. Anders als im Sarek ist der Weg markiert. Der berühmte Kungsleden verläuft hier, ein Wanderweg, den einige sicher kennen werden.